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Falsche Ernährung
Mehr Zucker, weniger kauen - das ist der für die Zähne gefährliche Ernährungstrend dieser Tage. Die Bildung von Zahnbelag (Plaque) wird durch kariogene Süßigkeiten und Stärkeprodukte (Chips) begünstigt. Bedingt durch die reduzierte Kauleistung fällt weniger Speichel an, welcher zur Selbstreinigung der Zähne unentbehrlich ist.
Zahnbelag besteht aus vielen Millionen Bakterien, die eine zahnzerstörende Säure produzieren. Diese Bakterien ernähren sich vorzugsweise von Zucker, der in Süßigkeiten offen - und in vielen anderen Nahrungsmitteln versteckt - reichlich vorhanden ist. Die zahnzerstörende Säure wird von den an sich harmlosen Mundbakterien als Stoffwechselprodukt ausgeschieden. Der verminderte Speichel ist nicht mehr in der Lage, einen selbstreinigenden Ausgleich zu bieten - es entsteht Karies.
Verteilt man die gleiche Menge Süßigkeiten über den ganzen Tag, erhöht sich das Kariesrisiko rapide, da die Bakterien den Zahnschmelz ständig angreifen. Der Verzehr von Süßigkeiten während der Hauptmahlzeiten oder kurz danach (Dessert) wirkt sich weniger schädlich auf die Zähne aus.
Neuere Untersuchungen zeigen jedoch auch, dass die Kariogenität von gekochten Stärkeprodukten (z.B. Kartoffelchips) noch erheblich größer ist als die von Süßigkeiten. Doch nicht nur Chips und Zucker, sondern auch Saures setzt den Zähnen schwer zu:
So stieg z.B. in den vergangenen Jahren der Absatz von Fruchtsäften kontinuierlich an. Ein zu hohes Säureangebot, wie es in Fruchtsäften häufig anzutreffen ist, kann der Speichel jedoch auf Dauer nicht mehr neutralisieren. Die Folge können massive Schäden an den Glattflächen der Zähne sein. Experten empfehlen deshalb den Mund nach dem Trinken von Fruchtsäften zu spülen oder zuckerfreie Kaugummis zu benutzen. Auf keinen Fall sollte man sofort zur Zahnbürste greifen, damit der demineralisierte Schmelz nicht noch weiteren Substanzverlust erfährt.