Diagnose
Weder Zahnschmerzen noch Beschwerden beim Kauen und trotzdem freiwillig zum Zahnarzt? Ja! Wenn Sie zweimal pro Jahr Ihren Vorsorgetermin wahrnehmen, besteht die Gelegenheit, versteckte Frühformen von Karies und Parodontitis (Zahnfleischerkrankung) zu erkennen, bevor sie sich unangenehm bemerkbar machen. Dann sind sie noch leicht behandelbar, ohne dass größere Zahnreparaturen oder Zahnfleischoperationen notwendig werden. Es ist nachgewiesen, dass Menschen, die sich regelmäßig zahnärztlich untersuchen lassen, messbar weniger und später Zahnersatz benötigen als die, die dieses Angebot nicht wahrnehmen.
Nebenbei stellt sich bei halbjährlichen Zahnarztbesuchen noch ein anderer Effekt ein: Je besser Sie Ihren Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin kennen und sich an Praxis und Personal gewöhnt haben, desto mehr schwindet die weit verbreitete Angst vor der Zahnarztbehandlung.
Bevor der Zahnarzt Sie untersucht, will er wissen, welche Beschwerden die Beißer machen oder ob Sie nur zur Routineuntersuchung gekommen sind.
Nach dem ärztlichen Gespräch folgt ein erster Blick in den Mund. Mit einem kleinen Spiegel lassen sich auch die Rückseiten der Zähne genau einsehen. Mit dünnen Metallsonden prüft der Zahnarzt, wie fest der Zahnschmelz ist und ob Zahnerweichungen durch Karies vorliegen.
Auch die Zahnbeläge werden unter die Lupe genommen: Sind sie noch weich oder schon so "alteingesessen", dass sich darin harter Zahnstein gebildet hat? Um herauszufinden, ob ein Zahn noch lebt oder bereits abgestorben ist (Vitalitätsprüfung), hält der Zahnarzt einen mit Flüssigkeit getränkten Wattebausch an den Zahn. Jeder lebende Zahn nimmt diese Berührung wahr.
Doch nicht nur die Zähne werden untersucht, sondern auch das Zahnfleisch wird genau in Augenschein genommen. Um eine Parodontitis zu beurteilen, verwendet der Zahnarzt eine spezielle Sonde (Parodontalsonde). Je tiefer sie in eine Zahnfleischtasche eindringt, desto weiter fortgeschritten ist die Zahnfleischentzündung. Entzündliche Zahnfleischtaschen sind tiefer als gesunde und bluten selbst bei vorsichtigen Berührungen. Alle Untersuchungsergebnisse werden im Zahnstatus dokumentiert.
Bei Schmerzen oder zur allgemeinen Analyse können Panorama oder intraorale digital Röntegenaufnahmen gemacht werden.